#61 Gegensätze oder Zwillinge? Warum Effizienz nicht ohne Resilienz funktioniert
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In dieser Episode beleuchtet Markus Väth einen fundamentalen, durch globale Krisen und den unklaren Einsatz von KI verschärften Konflikt: Unternehmen versuchen verzweifelt, Effizienz (die richtigen Aufgaben unter Druck erledigen) und Resilienz (die Widerstandsfähigkeit der verbleibenden Belegschaft) auszutarieren. Laut Väth wird das Problem fälschlicherweise oft auf das Individuum abgewälzt. Seine Lösung ist eine „Doppelklammer“ – der sogenannte dynamische Puls –, der Effizienz und Resilienz sowohl auf menschlicher als auch auf organisationaler Ebene verknüpft.
Dies gelingt über vier Kernprinzipien:
Prinzipien statt Regeln, um den Handlungsspielraum der Mitarbeiter zu wahren.
Subsidiarität (Autonomie von unten), was bedeutet, Entscheidungen dort zu treffen, wo die Kompetenz sitzt (z.B. an der Kundenfront), anstatt im bürokratischen Klein-Klein zu versinken.
Arbeiten mit Lernschleifen, was eine echte Fehlerkultur abseits ritueller Selbstbeweihräucherung verlangt.
Radikale Führung, die auf Vertrauensvorschuss, wissenschaftlich validen HR-Instrumenten und einem erwachsenen Menschenbild basiert.