Proletenprosa cover art

Proletenprosa

Proletenprosa

By: Luke Stuckberry
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Lukes Geschichten und Artikel entstehen aus dem Bauch heraus und meist ohne vorherige Recherche. Frei von der Leber weg. Mit besonderem Augenmerk auf die arbeitende Klasse und den „kleinen Mann“, von nebenan, beschreibt er häufig die einfachen Dinge des Lebens. Mit seinem ungetrübten Blick schafft er es auch aus den banalsten Dingen, die uns allen im Alltag begegnen, eine oft witzige, manchmal ernste und häufig bitterböse Story zu fabrizieren. Er selbst nennt seine Storys: Proletenprosa. Ungeschönt, unverblümt und gelegentlich derb in der Auswahl der Worte.Carsten Stuckmann Social Sciences
Episodes
  • Der Zahnlose Zampano
    Mar 27 2026
    In der aktuellen Episode des Proletenprosa-Podcasts von Luke Stuckbery wird der Mundraum zum Schlachtfeld und die Zahnbürste zur tragischen Nebenfigur in einem Drama aus Angst, Scham und rotierendem Metall.„Der zahnlose Zampano“ erzählt die Geschichte eines Mannes, der gegen Karies kämpft wie gegen ein unausweichliches Schicksal. Bewaffnet mit Discount-Plastik und einem beinahe religiösen Glauben an harte Borsten, schrubbt er gegen den Zerfall an, während das Universum längst andere Pläne hat. Zwischen Zahnarztstuhl und Selbsttäuschung entfaltet sich ein grotesk-komisches Porträt eines Lebens im Würgegriff der Mundhygiene.Es ist eine Folge über Kontrolle, die man nie wirklich hat. Über Rechnungen, die mehr schmerzen als jede Nadel. Und über die leise Gewissheit, dass man am Ende doch wieder im Stuhl landet, mit offenem Mund und geschlossenen Hoffnungen.Düster, bissig und schmerzhaft ehrlich.
    Ein Hörstück, das knirscht, bohrt und lange nachhallt. 🦷
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    13 mins
  • Wiedervereint und trotzdem verloren
    Mar 20 2026
    In dieser Folge von Proletenprosa geht es nicht um große historische Linien, sondern um die kleinen Risse dazwischen. Um zwei Jungs, die im Schatten der Wiedervereinigung aufeinandertreffen und glauben, sie hätten die Welt verstanden, während sie gerade erst anfangen, sich selbst zu begreifen.Es ist eine Geschichte über Dialekte, die wie Fremdsprachen klingen, über Spott, der sich als Freundschaft tarnt, und über die stille Arroganz derer, die nie gezwungen waren, ihre Herkunft zu erklären. Eine Geschichte über gemeinsame Abstürze, über Joints und Jugendgrößenwahn, über Raptexte, die mehr Hoffnung als Talent enthalten.Und dann kippt etwas.Was als Leichtsinn beginnt, wird zur Schieflage. Was wie Spaß aussieht, entpuppt sich als Flucht. Einer verliert den Halt, während der andere zusieht, zögert, urteilt – und zu spät versteht, dass Wegsehen auch eine Entscheidung ist.Diese Folge ist ein Rückblick ohne Verklärung. Eine leise Abrechnung mit der eigenen Vergangenheit. Mit Schuld, die sich nicht messen lässt, und Erinnerungen, die sich nicht abschütteln lassen.„Wiedervereint und trotzdem verloren“ erzählt von Nähe und Distanz, von verpassten Momenten und der unbequemen Frage: Was bleibt von einer Freundschaft, wenn einer von beiden nicht heil durch die Zeit kommt?
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    17 mins
  • Die Fünfte aus dem Enddarm
    Mar 13 2026
    In der neuesten Episode von Proletenprosa stolpert Luke Stuckberry mal wieder dorthin, wo große Literatur traditionell entsteht: in eine schäbige Kneipe mit klebrigen Tischen, zweifelhaften Bekanntschaften und einem Urinal, das schon mehr menschliche Tragödien gesehen hat als ein russischer Roman.Ein harmloser Abend mit einem alten Schulbekannten eskaliert schnell zu einer philosophischen Bestandsaufnahme zwischen Bierdunst, Selbstzweifeln und der ewigen Frage: Was zur Hölle mache ich eigentlich hier? Doch dann taucht ein mysteriöser Mann in Lederjacke auf. Ein Mann mit einer außergewöhnlichen Gabe. Eine Gabe, die man weder im Lebenslauf noch beim ersten Date erwähnen sollte.Als plötzlich ein Zettel die Runde macht und hundert Euro für eine simple Vorleseaktion ausgelobt werden, ahnt noch niemand, dass sich dieser Abend in ein musikalisches Ereignis verwandeln wird, das selbst Ludwig van Beethoven vermutlich kurz aus seinem Grab rotieren ließe.Zwischen Kneipenphilosophie, bitterem Sarkasmus und einer Darbietung, die man eher im Darm als im Konzertsaal verorten würde, entfaltet sich eine Geschichte über Würde, Verdauung und die vielleicht ungewöhnlichste Interpretation der berühmtesten vier Töne der Musikgeschichte.Diese Folge enthält:
    Bier.
    Zynismus.
    Und eine Sinfonie, die definitiv nicht aus einem Orchestergraben kommt.
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    19 mins
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