Die vorteilhafte Tugend der Genügsamkeit (Philipper 4,10-20) - Daniel Janzen
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## Details
#### Genügsamkeit muss erlernt werden
Paulus dankt den Philippern für ihre finanzielle Unterstützung, betont aber, dass seine Freude nicht vom behobenen Mangel abhängt. Mit dem Wort „gelernt" (Vers 11) zeigt er, dass Genügsamkeit kein angeborenes Merkmal ist, sondern durch das Durchleben verschiedenster Lebensumstände – von Mangel bis Überfluss – erworben wird. Gott führt uns bewusst in unterschiedliche Situationen, um uns zu belehren. Dabei ist Genügsamkeit im Überfluss oft schwieriger zu erlernen als in der Not, wie das Murren der Israeliten in der Wüste zeigt. Entbehrungen und Benachteiligungen sollen als „Schule Gottes" angenommen werden, anstatt ihnen auszuweichen.
#### Genügsamkeit ist möglich durch die Kraft Jesu
„Alles vermag ich in dem, der mich kräftigt" (Vers 13) ist nicht Ausdruck von Selbstgenügsamkeit im stoischen Sinne, sondern eines vollständigen Angewiesenseins auf Christus. Nur durch ihn können die natürlichen Neigungen zu Habsucht, Unzufriedenheit und Sorge überwunden werden. In schwierigen Umständen zieht Gott uns tiefer in die Abhängigkeit von sich selbst, was unsere eigentliche Kraftquelle ist. Das Gebet sowie die vertraute Kenntnis Christi sind konkrete Wege, um diese Überzeugung zu festigen und den Lügen des Teufels standzuhalten.
#### Genügsamkeit hat positive Folgen
Genügsamkeit stärkt die Freude, weil sie äußere Umstände vom persönlichen Wohlbefinden entkoppelt. Sie verringert Sorgen, weil man darauf vertraut, dass die eigene Existenz allein in Christi Hand liegt. Sie bewahrt vor Habsucht im Wohlstand und vor Verzweiflung in der Not. Vor allem bringt sie Gott Ehre: Habsucht und Existenzangst drücken Zweifel an Gottes Güte aus und rauben ihm die Ehre; Genügsamkeit hingegen bezeugt Vertrauen in seine Führung und Fürsorge.
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