Folge 6: Jennifer fragt – zur Diversity: Im Gespräch mit Karlsruhes Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup – Zwischen Stadtoberhaupt, gelebter Vielfalt und den Stimmen der Bürgerinnen und Bürger
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In der sechsten Folge meines Podcasts „Jennifer fragt – zur Diversity“ treffe ich auf einen besonderen Gesprächspartner: Dr. Frank Mentrup, Oberbürgermeister von Karlsruhe. Für mich ist es eine einmalige Gelegenheit, mit jemandem zu sprechen, der nicht nur die politische Verantwortung für eine ganze Stadt trägt, sondern auch aktiv gestaltet, wie Vielfalt in unserer Gesellschaft gelebt wird. Wir sprechen über die großen Fragen unserer Zeit: Wie gelingt es, dass Diversität nicht nur toleriert, sondern bewusst gefördert wird? Wie kann Akzeptanz in Alltag, Politik und Stadtgesellschaft wirklich gelebt werden?
Von Beginn an war es mir wichtig, das Gespräch persönlich zu gestalten. Ich wollte wissen, wie Dr. Mentrup Diversität in seinem eigenen Alltag wahrnimmt, welche Rolle sie in seiner Arbeit als Stadtoberhaupt spielt und welche Hürden und Chancen er dabei sieht. Dabei wurde schnell klar: Diversity ist kein abstraktes Konzept, sondern zeigt sich ganz konkret im Zusammenleben der Bürgerinnen und Bürger. Ob unterschiedliche kulturelle Hintergründe, Lebensentwürfe, Altersgruppen oder Identitäten – in Karlsruhe gibt es vielfältige Menschen, deren Erfahrungen und Bedürfnisse gehört werden müssen. Für mich war spannend zu sehen, wie eng Verantwortung und Empathie miteinander verknüpft sind: Politik, die Vielfalt fördert, ist Politik, die zuhört, reflektiert und sich aktiv einbringt.
Ich habe meine eigenen Perspektiven eingebracht und darüber gesprochen, wie es ist, Vielfalt aus der Sicht einer Person zu erleben, die selbst Teil einer marginalisierten Gruppe ist. Dieses Zusammenspiel von persönlicher Erfahrung und politischer Verantwortung macht das Gespräch besonders greifbar. Ich wollte aufzeigen, dass Diversität nicht nur ein Schlagwort ist, sondern sich in ganz alltäglichen Momenten zeigt – in Begegnungen auf der Straße, in Schulen, im Beruf oder in der Art, wie öffentliche Projekte geplant und umgesetzt werden.
Ein großer Teil unseres Gesprächs drehte sich auch um konkrete Initiativen in Karlsruhe: Bildungsprojekte, Kulturveranstaltungen, Beratungsangebote und Programme, die die Partizipation aller Bürgerinnen und Bürger stärken sollen. Besonders interessant war die Diskussion darüber, wie man nicht nur Menschen erreicht, die bereits offen für Vielfalt sind, sondern auch diejenigen, die Vorurteile oder Ängste haben. Dr. Mentrup betont, dass echter Dialog entscheidend ist: Zuhören, Erklären, gemeinsam Lösungen finden – und dass Akzeptanz ein Prozess ist, der Zeit, Geduld und kontinuierliches Engagement erfordert.
Für mich ist diese Folge weit mehr als ein klassisches Interview. Sie ist ein Plädoyer für Offenheit, Respekt und den Mut, Unterschiede nicht als Problem, sondern als Chance zu sehen. Es geht um das Bewusstsein, dass Vielfalt die Stärke einer Stadt und ihrer Gesellschaft ist, wenn sie aktiv gelebt wird. Gleichzeitig ist es ein Aufruf an jede und jeden von uns: Wir alle können in unserem Alltag Verantwortung übernehmen. Sei es durch das bewusste Wahrnehmen von Unterschieden, durch den Dialog mit anderen oder durch kleine Gesten der Akzeptanz – jede Handlung zählt.
Am Ende bleibt für mich eine zentrale Frage, die ich auch an meine Hörerinnen und Hörer weitergebe: Wie wollen wir in Zukunft zusammenleben? Welche Haltung brauchen wir, um Vielfalt nicht nur zu akzeptieren, sondern als Bereicherung zu begreifen, und welchen Beitrag kann jede und jeder Einzelne leisten? Ich lade dazu ein, genau hinzuhören, sich inspirieren zu lassen und vielleicht auch die eigene Sichtweise zu hinterfragen. Denn Diversität ist kein abstraktes Ziel – sie ist gelebte Realität, die wir alle aktiv gestalten können. Diese Folge soll zeigen: Akzeptanz und Vielfalt beginnen in uns selbst, in unseren Begegnungen, Entscheidungen und unserem Engagement für eine gerechtere, offene Gesellschaft.