• Jean Améry und Primo Levi
    Jun 27 2026

    In dieser Folge betrachtet Christoph David Piorkowski Leben und Werk der Schriftsteller und Holocaustüberlebenden Jean Améry und Primo Levi. Die beiden Autoren beschäftigten sich in ihren Büchern mit ihren Erfahrungen als Opfer des Holocaust und zogen daraus mehrere Schlüsse, unter anderem die Gewissheit, dass sie für die nationalsozialistischen Deutschen nicht für einen langen Aufenthalt im Lager und auch nicht zum Überleben bestimmt waren, sondern dass die Hauptsituation des Holocaust die Vernichtung war. Insbesondere Jean Améry verweist in seiner schriftstellerischen Laufbahn nicht nur auf die Spezifik des Holocaust, sondern auch auf die heutigen Gefahren für Jüdinnen und Juden im Antizionismus.

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    34 mins
  • Linke Identitätspolitik
    Jun 7 2026

    In dieser Folge kritisiert Jan Eufinger die seit einigen Jahren zunehmend einflussreiche postmoderne linke Identitätspolitik. In ihrer Betonung des Partikularen und Gruppenbezogenen sowie ihrer ausdrücklichen Abkehr vom Universellen weist sie Parallelen zum rechten Denken auf. Auch die psychosozialen Entstehungsfaktoren dieser Denkweise könnten dem rechten Denken näherstehen, als ihren Vertretern lieb sein dürfte.


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    1 hr and 12 mins
  • Frauen und Islam
    May 11 2026

    In dieser Folge beantwortet Miriam Mettler Fragen zum Verhältnis von islamischer Lehre, Kultur und Frauenbildern. Dabei wird deutlich, dass in großen Teilen einer nicht reformierten islamischen Kultur ein erheblicher sozialer Druck auf den Geschlechterrollen sowie auf denjenigen lastet, die diese Rollen erfüllen müssen – wovon insbesondere Frauen betroffen sind.

    Durch ihre Analyse bedeutender kultureller Konzepte wie der „Familienehre“ oder der Rolle der Mutter ermöglicht Mettler eine wissenschaftliche Annäherung an das Thema, fernab von rassistischen oder stereotypisierenden Zuschreibungen, wie sie sowohl von politisch rechter als auch – unter emanzipativen Vorzeichen – von linker Seite häufig vorgenommen werden.

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    40 mins
  • Halbbildung
    May 4 2026

    In dieser Folge kritisieren Patrick Viol und Sebastian Gräber die in unserer Gesellschaft vorherrschende Halbbildung, die sich unter anderem durch ein "verdinglichtes Bewusstsein" auszeichnet. Die Kritik an dieser unvollständigen Bildungsform kann die gesellschaftlichen Bedingungen der "Kälte", unter denen sie enststeht, aufzeigen, jedoch nicht wiederum selbst als vollständige Bildung gelten. Ein Ziel kritischer Bildung ist es hingegen, sowohl der "Kälte" wie auch der "falschen Wärme" zu misstrauen und ein autonomes "Ich" zu stärken.


    Das Gespräch fand im Herbst 2025 statt.

    An Bildung interessierte Hörer und Hörerinnen sind dazu eingeladen, diese Folge öfter abzuspielen.

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    1 hr and 26 mins
  • Verschwörungstheorien
    Apr 1 2026

    In dieser Folge klärt Prof. Dr. Armin Pfahl-Traughber darüber auf, was es mit dem Phänomen der Verschwörungstheorien auf sich hat, wie es sich zu eigentlichen Verschwörungen abgrenzt und wie es vielleicht besser zu nennen wäre. Im theoretischen Gang durch die Geschichte wird deutlich, dass Verschwörungstheorien vor allem in der Moderne vorkommen, sich zu subjektiven und objektiven Krisenzeiten häufen und zu ganzen falschen Weltbildern anwachsen können - woraufhin sie sehr verheerende materielle und soziale Folgen haben.

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    57 mins
  • Antikurdismus und Antisemitismus
    Mar 1 2026

    In dieser Folge berichtet Peshraw Mohammed detailreich von zentralen Ursachen und Ursprüngen wie auch von den Verbindungen und Unterschieden zwischen Antikurdismus und Antisemitismus. Dabei verweist er auch auf die nötige Allianz zwischen Kurden und Israelis im Nahen Osten. Das Interview wurde im November 2025 geführt. Die kurdischen Streitkräfte wurden Anfang 2026 von der neuen syrischen Armee stark attackiert. Deutschland hat erst 2026, zum ersten Mal seit der Islamischen Revolution im Iran 1979, die iranischen Revolutionsgarden als Terrororganisation eingestuft.

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    1 hr and 25 mins
  • Siedlerkolonialismus
    Feb 19 2026

    In dieser Folge erklärt Tim Stosberg die "Theorie" des Siedlerkolonialismus anhand von Adam Kirschs Buch, das eine kritische Analyse zu diesem Thema enthält. Es wird dabei deutlich, dass bekannte "Theorien" zum Siedlerkolonialismus eher Ideologien sind, die sich durch im Grunde antimoderne, aktivistische Stoßrichtungen auszeichnen.

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    36 mins
  • Linker Antisemitismus in Polen
    Feb 8 2026

    Diese Folge enthält ein Gespräch mit der antisemitismuskritischen Gruppe "Sitwa" aus Wrocław in Polen. Ihre Mitglieder berichten von der politischen Stimmung in Polen, im Anschluss an den 7. Oktober 2023 und den Nahostkonflikt überhaupt.

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    26 mins