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Kostprobe: Misshelligkeiten in Mainz – Trennungen in den Tropen

Kostprobe: Misshelligkeiten in Mainz – Trennungen in den Tropen

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März 2020, zu Beginn von Corona: Eine abgeschiedene Lodge in dem kolumbianischen Dschungeldorf Soledad. Die Hamburger Fotografin Alena will nach einer schmerzhaften Trennung nur ein paar Tage bleiben. Doch mehr und mehr verfällt sie dem mystischen Charme des Ortes und den Erzählungen Rainers, dem deutschen Betreiber der Lodge. Ein seltsamer und charismatischer Mann mit dem Alena auf den ersten Blick nur wenig gemeinsam hat. Seine Lebensgeschichte, die zu großen Teilen in Mainz und Umgebung spielt, ist zugleich auch die Geschichte der alten Bundesrepublik. In seiner Kindheit immer für zu weich gehalten, rebelliert er in den sechziger Jahren gegen das spießige Nachkriegsdeutschland, arbeitet als Vertreter für Jeanswaren und landet nach einer Odyssee durch Lateinamerika in Kolumbien, wo er einem hochrangigen Drogendealer ein Stück Land abkauft, um aus dem Nichts seine Lodge zu errichten. In seinem Roman „Soledad“ erzählt Thorsten Nagelschmidt mit beeindruckendem Einfühlungsvermögen und Witz von sehr ungleichen Menschen, die sich in ihrem Wunsch nach Anerkennung und Zugehörigkeit näher sind, als sie anfangs dachten. In der Kostprobe von Podcastliteratur.de stellt Theo Schneider den Roman „Soledad“ von Thorsten Nagelschmidt vor und der Autor liest markante Passage daraus.
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