Rudolf Anschober - Über Grenzen, Macht und mentale Gesundheit | S1E6
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Rudolf Anschober war 18 Jahre in der Politik, zuletzt als Gesundheitsminister während der Pandemie. 2021 hat er aufgehört, weil er gemerkt hat, dass es so nicht weitergeht.
Wir haben mit ihm darüber gesprochen, was das strukturell bedeutet, nicht nur persönlich. Über einen Politikbetrieb, der keine Vertretungsregelungen kennt, kaum Austausch zwischen den Parteien zulässt und Schwäche als Angriffsfläche versteht. Über die Frage, ob man als Gesundheitsminister während einer Pandemie überhaupt Urlaub nehmen kann. Und warum die Antwort darauf ein strukturelles Problem ist, kein individuelles Versagen.
Er spricht auch darüber, was er heute anders macht. Wie es ist, nach Jahren der Fremdbestimmung plötzlich selbst zu entscheiden, womit man seine Zeit verbringt. Und warum er glaubt, dass gerade die sensibleren Menschen in Führungspositionen gehören, nicht trotz ihrer Empathie, sondern wegen ihr.