Prof. Dr. Sandra Niebuhr und die Pädagogik in Zeiten der Poly-Krisen
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Unsere Jugend soll ja angeblich alles retten: das Klima, die Demokratie – und am besten gleich noch die Menschheit vor der KI. Aber wer erzieht eigentlich diejenigen, die ständig retten sollen? Und was heißt Erziehung, Bildung und Pädagogik überhaupt, wenn TikTok, ChatGPT, Rechtsruck und Klimakrise längst mit am Küchentisch sitzen?
In dieser Folge spreche ich mit Prof. Dr. Sandra Niebuhr über Verantwortung, Bildung und die Frage, wie Pädagogik Jugendlichen heute Orientierung geben kann.
Wir reden darüber, was es heißt, in einer Welt erwachsen zu werden, die sich schneller verändert, als man sie verstehen kann. Und warum gute Pädagogik nicht darin besteht, Antworten zu liefern, sondern Räume zu öffnen für Nachdenken, Zweifel und Mut zur Verantwortung.
Sandra Niebuhr ist promovierte Sprachheilpädagogin, Autorin und hat eine Professur für Erziehungswissenschaft mit dem Schwerpunkt Bildung und Erziehung im Kindesalter an der Humanistischen Hochschule Berlin inne, wo sie auch Prorektorin Forschung ist.
Lehrerfahrung sammelte sie an den Universitäten Hannover, HU zu Berlin und Paderborn, praktische Berufserfahrung durch ihre zweijährige Tätigkeit als Sprachheilpädagogin in einer therapeutischen Praxis. Sie war Professorin für Sprachwissenschaft an der Clara Hoffbauer Fachhochschule und leitete den dortigen Studiengang Sprachpädagogik und Erzählende Künste in Sozialer Arbeit. Schwerpunkte ihrer Forschung und Lehre sind der Erwerb des Deutschen als Erst- und Zweitsprache sowie die Diagnostik und Intervention bei unauffälligem als auch gestörtem Verlauf dieser Lernprozesse.