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Spitex-Welten

Spitex-Welten

By: Jennifer Kummli Heinz M. Schwyter Martin Radtke
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Der Podcast bespricht Hintergründe, vertieft Trends und zeigt Lösungsansätze für wichtige Fragen auf. Spitex-Welten richtet sich an alle, die sich für die Spitex interessieren. Spitex-Welten ist eine wilde Zusammenarbeit von Better Nursing und der Spitex-Drehscheibe. Hygiene & Healthy Living Physical Illness & Disease Social Sciences
Episodes
  • «Fünf Empfehlungen für eine bessere Spitex - Praxis»
    Mar 31 2026
    Gast: Christine Reichert, Pflegeexpertin APN-CH Spitex Zürich, und Anina Cadruvi, Pflegeexpertin APN Spitex Chur Host: Jennifer Kummli, Gründerin und Inhaberin Better Nursing ---------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- Was braucht gute Spitex-Pflege wirklich? Und wo passiert im Alltag Über-, Unter- oder Fehlversorgung? Zwei Pflegeexpertinnen geben darauf eine überraschend klare Antwort, in nur fünf Punkten. Christine Reichert und Anina Cadruvi haben im Rahmen von Smarter Medicine eine «Top 5»-Liste für die Spitex entwickelt. Dahinter steckt ein aufwendiger Prozess mit Fachpersonen aus der ganzen Schweiz. Ziel ist es, den Fokus auf das zu lenken, was in der Praxis trotz hoher Relevanz oft zu kurz kommt. Im Zentrum steht eine Haltung: Ressourcen stärken statt übernehmen, Angehörige einbeziehen statt übersehen, sensible Themen wie Gewalt oder Einsamkeit aktiv ansprechen und Spitaleintritte kritisch hinterfragen. «Wir wollen die Menschen nicht abhängiger machen, als sie sind», sagt Christine Reichert. Gleichzeitig betont Anina Cadruvi: «Die Themen gehen im Alltag oft unter, obwohl sie zentral für die Qualität sind»l. Die Episode zeigt, wo die grössten Hebel für Qualität liegen. Und weshalb gerade Zeitdruck und Fachkräftemangel dazu führen, dass zentrale Aspekte untergehen. Gleichzeitig wird klar: Wer gezielt hinschaut und priorisiert, kann Versorgung verbessern und Ressourcen schonen. Eine Spitex-Welten-Episode für alle, die Spitex-Praxis weiterdenken wollen.
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    33 mins
  • Politische Kontroverse über eine strukturelle Notwendigkeit
    Feb 24 2026
    Gast: Pascal Girardat, Unternehmensberater Bain & Company, Gründer Lifestage Solutions AG, Verwaltungsrat der Prica Pflege Zürich sowie der Prica Management AG Host: Martin Radtke, Co-Herausgeber Spitex-Drehscheibe Pascal Girardat zeichnet ein klares Bild: Ohne pflegende Angehörige funktioniert das Schweizer Gesundheitswesen nicht. Was politisch kontrovers diskutiert wird, ist für ihn eine strukturelle Notwendigkeit. Bis ins Jahr 2030 fehlen 43’000 Pflegefachpersonen. Es müssen immer mehr pflegebedürftige Menschen versorgt werden. Für Girardat ist deshalb offensichtlich: Ein erheblicher Teil der Versorgung wird und bleibt in den Händen von Angehörigen. «Ohne pflegende Angehörige entsteht eine Versorgungslücke, die wir mit professionellen Strukturen allein nicht schliessen können», sagt Pascal Girardat. Er wehrt sich gegen die Darstellung, das Modell der pflegenden Angehörigen sei primär ein Geschäftsmodell. Auch pflegende Angehörige unterliegen klaren Vorgaben. Sie werden angeleitet, dokumentieren Leistungen, absolvieren innerhalb eines Jahres eine anerkannte Ausbildung und stehen unter fachlicher Begleitung. Qualitätssicherung und Vier-Augen-Prinzip sind zentrale Elemente von Prica, die sich auf dieses Segment spezialisiert hat . Die häufige Reduktion der Debatte auf Tarife greift aus seiner Sicht zu kurz. Angehörige leisten weit mehr, als vergütet wird. Viele reduzieren ihre Erwerbstätigkeit oder geben sie ganz auf. Der volkswirtschaftliche Beitrag informeller Pflege sei erheblich, werde jedoch selten in Relation zu den diskutierten Kosten gesetzt. Gleichzeitig sieht Pascal Girardat Verbesserungsbedarf. Prozesse müssten klarer definiert und administrativer Aufwand reduziert werden. Digitalisierung könne unterstützen, etwa bei der Doku-mentation. Entscheidend sei jedoch, die Rolle der Angehörigen realistisch anzuerkennen, und zwar als integrierten Bestandteil der Versorgung.
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    36 mins
  • «Es geht ums Leben, nicht nur ums Sterben.»
    Jan 27 2026
    Gast: Dr. Andreas Weber, ärztlicher Leiter des Palliativ Care-Teams Zürich Oberland Host: Jennifer Kummli, Gründerin und Inhaberin Better Nursing ------- Wann beginnt Palliative Care eigentlich? Was hat sie mit «gut leben» zu tun? Andreas Weber, ärztlicher Leiter des Palliativcare-Teams Zürich Oberland, räumt mit gängigen Missverständnissen auf. Palliative Care sei nicht erst «ganz am Schluss» da. Palliative Care setzt dann an, wenn klar wird: Eine Krankheit begrenzt das Leben – aber es bleibt Zeit, die gestaltet werden will. Andreas Weber erklärt, weshalb es in der Praxis nicht um ein Entweder-oder geht (Therapie oder Palliativ): Auch Antibiotika, Infektbehandlungen oder eine palliative Chemo können sinnvoll sein, wenn sie zur Lebensqualität passen. Entscheidend ist, früh über Ziele zu sprechen: Was ist mir jetzt wichtig? Wo will ich sein? Welche Krisen könnten kommen und was soll dann passieren? Für Andreas Weber ist klar: «Bei Palliative Care geht es ums Leben, nicht nur ums Sterben.» Spannend ist auch der Blick auf mobile Care-Teams. Sie begleiten Menschen nach dem Spital nach Hause oder ins Pflegeheim, im engen Zusammenspiel mit Spitex und Hausärzten. Und sie helfen, wenn Symptome schwer zu kontrollieren sind oder schwierige Entscheidungen anstehen. Dazu gibt’s in dieser Podcast-Episode Einblicke in die Versorgungslage in der Schweiz, den Mangel an ärztlicher Unterstützung im ambulanten Bereich und warum Notfallpläne (ACP) in Heimen viel konsequenter werden müssten. Reinhören lohnt sich: Für Fachleute ebenso wie für alle, die Palliative Care neu verstehen möchten.
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    43 mins
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