• 010: So relauncht man einen Fußballclub: Der SK Rapid und die Kunst der Behutsamkeit (mit David Görges)
    Jul 1 2026
    Fußballclubs sind vielleicht die letzten echten Lovebrands. Menschen wechseln ihren Stromanbieter, ihre Sneaker-Marke oder ihr Smartphone. Aber kaum jemand sagt nach drei schlechten Spielen: Dann werde ich halt Fan vom Rivalen. Genau darin liegt die Kraft des Fußballs. Und genau darin liegt das Problem für alle, die Kommunikation, Werbung oder Branding für Clubs machen.

    In Episode 009 sprechen Tim Santen und Misha Verollet-Dahncke mit David Görges, Mitgründer der Agentur Beyer Görges. David und sein Team haben unter anderem für den VfB Stuttgart, Eintracht Frankfurt, Werder Bremen, Darmstadt 98, Arminia Bielefeld und den SK Rapid gearbeitet. Davor war David Creative Director bei SPORTFIVE. Kurz: Er kennt den Punkt, an dem aus einer schönen Kampagne sehr schnell ein Fan-Aufstand werden kann.

    Wir sprechen darüber, warum Werbung für Fußballclubs selten klassische Produktwerbung sein sollte, warum ein neues Trikot nicht über Stoff-Features verkauft wird, sondern über Bedeutung, und warum ein gutes kommunikatives Umfeld oft mehr auslöst als jede harte Sales-Kampagne. David bringt dafür ein schönes Bild mit: Wenn rund um einen Verein neue Fanlieder entstehen, ist das vielleicht der beste Indikator dafür, dass gerade sehr viel richtig läuft.

    Im zweiten Teil gehen wir tief in den Brand-Relaunch des SK Rapid. David erzählt, wie Beyer Görges sich Wien, Hütteldorf, die Geschichte des Vereins und die Wiener Secession erschlossen hat. Nicht als Design-Gimmick, sondern als vorhandene Geschichte, die man nicht erfinden musste, sondern finden konnte. Es geht um digitale Anwendbarkeit, Typografie, Muster, Submarken, historische Verantwortung und die Entscheidung, das Wappen unangetastet zu lassen.

    In dieser Episode sprechen wir unter anderem über:
    • Warum Fußballclubs Lovebrands sind, aber trotzdem keine normalen Marken
    • Warum ein Wappen kein Logo ist, sondern ein emotional aufgeladenes Zeichen voller Geschichte
    • Weshalb Fans kein „Substitutionsgut“ haben und deshalb Kritik, Druck und Loyalität gleichzeitig entstehen
    • Fans als wichtigste Stakeholder: Wann Kommunikation wirklich in der Fanszene ankommt
    • „Echte Liebe“ als Beispiel dafür, wie ein Abbinder erst durch Fans richtig groß wird
    • Den Brand-Relaunch des SK Rapid: Wien, Hütteldorf, Secession, Typografie, digitale Kanäle und behutsame Evolution
    • Warum Beyer Görges das Rapid-Wappen nicht angefasst hat und warum genau das die richtige Entscheidung war
    Wenn dich Fußball zwischen Abpfiff und Anpfiff interessiert, abonniere BRACE: Der Fußball Culture & Business Podcast mit Tim Santen und Misha Verollet-Dahncke – und komm mit in die Schnittmenge aus Kurve, Popkultur und Milliarden-Business. Du findest uns auf brace.fm, LinkedIn, Instagram oder schreib uns: bracepodcast@proton.me

    BRACE: Der Fußball Culture & Business Podcast von Tim Santen & Misha Verollet-Dahnkce. Mehr auf brace.fm.

    - Impressum: brace.fm/impressum.html -
    Show More Show Less
    59 mins
  • 009: Swoosh statt Stripes: Das letzte adidas x DFB-Trikot – mehr als nur ein Ausrüsterwechsel?
    Jun 24 2026
    “Nichts ist sicher außer Tod, Steuern und drei Streifen auf dem Deutschland-Trikot.” Seit dem 21. März 2024 stimmt zumindest Letzteres nicht mehr: Der DFB beendet die jahrzehntelange Partnerschaft mit adidas. Ab 2027 spielt Deutschland mit Swoosh statt Stripes. Die derzeit laufende WM ist die letzte in adidas.

    Was nach der Bekanntgabe passierte, war bemerkenswert: Politiker:innen sprechen von “gnadenloser Fehlentscheidung”, fehlendem “Standortpatriotismus” und “Tradition, die vom Kommerz vernichtet wird“. Natürlich ist es das Ende einer Ära – aber machen wir das Ganze emotional größer, als es historisch ist?

    In Episode 009 nehmen Tim Santen und Misha Verollet-Dahncke die Nostalgiebrille kurz ab und schauen sich die Fakten an. Seit wann spielt Deutschland überhaupt in adidas-Trikots? Wie lange geht die Partnerschaft? Und gibt es Summen, bei denen man schwach werden muss? Und wir stellen die Frage, die für BRACE spannend ist: Was geht kulturell wirklich verloren und was ist Projektion? Wenn von der Politik die Erzählung “adidas = Heimat” und “Nike = Kommerz“ verbreitet wird – ist das nur unfreiwillig komisch oder glatt weltfremd?

    In dieser Episode sprechen wir unter anderem über:
    • Warum dieser Ausrüsterwechsel so emotional aufgeladen ist und was davon Erinnerungspolitik
    • Die Fakten: Start 2027, Laufzeit bis 2034, alle DFB-Teams betroffen
    • Der große Irrtum im Kopf: So lang ging die Partnerschaft wirklich
    • Geld vs. Tradition: Was die Summen in der Realität bedeuten (und warum das kaum auszuhebeln ist)
    • Nike als Statement: Warum der Deal auch Symbolkraft hat, gerade weil adidas und DFB so verwoben wirkten
    • Trikot-Debatten als Stellvertreterkrieg
    • Was wir von Nike sportkulturell erwarten dürfen: Storytelling, Design, “wie erzählt man Deutschland ohne drei Streifen?“
    Ausgewählte Quellen/Referenzen zur Folge findest du hier: brace.fm/shownotes/009.html

    Wenn dich Fußball abseits der 90 Minuten interessiert: Abonniere BRACE und komm wöchentlich mit in die Schnittmenge aus Fußball, Culture & Business. Du findest uns natürlich auch auf LinkedIn, Instagram und kannst uns eine E-Mail schreiben: bracepodcast@proton.me

    BRACE: Der Fußball Culture & Business Podcast von Tim Santen & Misha Verollet-Dahnkce. Mehr auf brace.fm.

    - Impressum: brace.fm/impressum.html -
    Show More Show Less
    32 mins
  • 008: Namechecks & Nordkurve, Rap & Fußball: Die Geschichte hinter der Love Story (mit Davide Bortot)
    Jun 17 2026
    Drake im Juve-Trikot. Dave rappt über Thiago Silva. Capital Bra namecheckt Neymar. Die Gegenwart wirkt so, als wäre Rap schon immer Teil der Fußballkultur gewesen, als wäre ein Rapper namens Haaland936 genauso normal wie Liam Gallagher im City-Trikot. Nur: Eine Love Story war’s nicht immer.

    In Episode 008 gehen Tim Santen und Misha Verollet-Dahncke mit Davide Bortot (Ex-JUICE-Chefredakteur, Co-Autor von "Könnt ihr uns hören" mit Jan Wehn, Ex-Head of Media & Communication der Red Bull Music Academy, Co-Founder der Agentur A Color Bright) zurück an den Anfang.

    Davide beschreibt die 90er als Phase, in der Hip-Hop in Deutschland im Paket aus US kam, inklusive der Sport-Ästhetik. Man trug Raiders, Hornets, Starterjacke, weil man das eben so machte, nicht, weil man der glühendste LA Kings-Anhänger war. Und gleichzeitig waren viele aus der Szene längst Fußballfans (Werder, VfB, Köln, Hertha, St. Pauli), nur eben ohne, dass sich das visuell und sprachlich im Rap durchgesetzt hätte.

    Wir rekonstruieren, wie sich das langsam verschoben hat: vom reinen Fashion-Statement hin zu Fußball als Marker für Herkunft, Milieu, Geschmack, Status, und warum Namechecks im Rap so gut funktionieren.

    Und wir besprechen den Unterschied, der für diese Love Story alles ist: Was ist gelebte Kultur, was ist nur Oberfläche, und warum man das manchmal erst im Rückblick sauber trennen kann.In dieser Episode sprechen wir unter anderem über:
    • Wie Fußball im Rap zur Identitäts- und Statussprache wurde, und warum das nicht “schon immer so” war
    • Starterjacken, USA-Playbook und die späte “eigene Identität” im Deutschrap
    • Namechecks als Handwerk: Reimtechnik, “Hashtag-Flow“, schnelle Bilder und warum Themen-Songs oft kippen
    • Player Brand vs. Club: Warum Spieler für viele Jüngere “größer” sind und wann Clubs trotzdem gewinnen können
    • PSG als Sonderfall: Ultras, Fashion-Branding und Figuren, die Welten glaubwürdig bridgen
    • Brand-Kollabs ohne Cringe: natürlicher Fit, Kultur ernst nehmen, geben statt nur nehmen
    • Red Bull: Warum es in Musik als “von innen verstehen” funktioniert hat und im Fußball viel brachialer wirkte
    • Moralische Widersprüche aushalten: Kommerz, Sportswashing, Doppelmoral und warum Liebe trotzdem bleibt
    Wenn dich Fußball zwischen Abpfiff und Anpfiff interessiert, abonniere BRACE: Der Fußball Culture & Business Podcast mit Tim Santen und Misha Verollet-Dahncke – und komm mit in die Schnittmenge aus Kurve, Popkultur und Milliarden-Business. Du findest uns auf brace.fm, LinkedIn, Instagram oder schreib uns: bracepodcast@proton.me

    BRACE: Der Fußball Culture & Business Podcast von Tim Santen & Misha Verollet-Dahnkce. Mehr auf brace.fm.

    - Impressum: brace.fm/impressum.html -
    Show More Show Less
    1 hr and 6 mins
  • 007: WM 2026: Begeisterung oder nur Business? Stimmungsbild, Zahlen, Prognosen
    Jun 10 2026
    Stell dir vor, es ist Fußball-Weltmeisterschaft und niemand ist so richtig drin. Kein kollektiver Hype, weniger Panini-Sammel-Wut als sonst, keine “14/18/21 Uhr”-Routine. Stattdessen: 48 Teams, 104 Spiele, gefühlt 15 verschiedene Anstoßzeiten und ein Turnier, das sich eher wie ein politisches Dilemma als wie ein Sommermärchen anfühlt.

    In Episode 007 nehmen Tim Santen und Misha Verollet-Dahncke genau dieses Bauchgefühl ernst und legen die WM 2026 unter die Zahlenlupe: Was passiert, wenn das größte Fußball-Event der Welt größer wird, aber die Begeisterung kleiner? Wenn “Weltmeisterschaft” kulturell mal Heimat war und heute nach Business Case klingt?

    Dafür haben wir nicht nur auf uns selbst gehört, sondern auch auf euch: Die BRACE-Community hat uns ein Stimmungsbild gegeben. Ergebnis: Die Mehrheit freut sich eher nicht oder gar nicht auf die WM. Hauptgründe: die politische Lage und das gesellschaftliche Umfeld, FIFA-Müdigkeit und Vergabe & Governance, Kommerzialisierung. Und selbst bei denen, die “trotzdem” schauen: Viele planen nur K.O.-Spiele oder Highlights.

    Und dann geht’s in die Zahlen: Fernsehgeld-Logik, WM-Kosten-Logik, Profiteur-Logik. Tim rechnet vor, was die FIFA pro Spiel über TV-Rechte kassiert (Katar vs. USA) und warum die Masse an Spielen am Ende trotzdem mehr Geld “am Sockel” lässt.

    Misha schaut auf die Kosten-Seite: vier Töpfe (Eventbetrieb, Stadien, Mobilität/Transport, öffentliche Dienste) und das alte Muster: Risiko bei der öffentlichen Hand, Profit eher bei FIFA und privatem Sektor.

    Dazu: Hot Takes. Wir legen uns fest, u.a. mit einer TV-Quote, die historisch niedrig werden könnte (unter 5 Mio. Zuschauende im Schnitt pro Spiel in Deutschland), und mit dem Verdacht, dass diese WM uns mehr “Nebenkriegsschauplätze” liefert als gemeinsame Sommerabende.

    In dieser Episode sprechen wir unter anderem über:
    • Stimmungscheck aus der BRACE-Community
    • Boykott: Haltung vs. Wirkung: warum viele ihn unterstützen würden – und warum “Verbände boykottieren” komplizierter ist als es klingt
    • 48 Teams, 104 Spiele, 15 Anstoßzeiten: wie die WM ihre eigene Ritualkraft zerlegt
    • WM als Geschäftsmodell: TV-Gelder, Spielanzahl, neue Märkte und warum die FIFA dabei immer gewinnt
    • Wer zahlt die Party? Vier Kosten-Töpfe und warum die Rechnung oft nicht bei denen landet, die den Gewinn einstreichen
    • Host Cities & “wenig vom Ticketkuchen”: was Investigativ-Recherchen nahelegen und warum manche Städte schon vorab aussteigen
    • Prognose TV-Quoten: warum es (trotz WM) in Deutschland noch weniger werden könnte als Katar
    Hier findest du die Shownotes: brace.fm/shownotes/007.html

    Wenn dich Fußball zwischen Abpfiff und Anpfiff interessiert, abonniere BRACE: Der Fußball Culture & Business Podcast mit Tim Santen und Misha Verollet-Dahncke – und komm mit in die Schnittmenge aus Turnierkultur, FIFA-Ökonomie und der Frage, was Fußball “morgen” kostet (und wem). Du findest uns auf brace.fm, LinkedIn, Instagram, Bluesky oder schreib uns eine Mail: bracepodcast@proton.me

    BRACE: Der Fußball Culture & Business Podcast von Tim Santen & Misha Verollet-Dahnkce. Mehr auf brace.fm.

    - Impressum: brace.fm/impressum.html -
    Show More Show Less
    55 mins
  • 006: Moneyball in Ostwestfalen: So mischt der SC Verl den deutschen Fußball auf (mit Matt Beadle)
    Jun 3 2026
    Heidenheim, Elversberg, Sandhausen. Immer wieder gibt es Clubs, die nicht ins übliche Schema passen: kleines Stadion, kleines Budget, keine globale Marke. Und trotzdem überraschen sie immer wieder. Der SC Verl ist so ein Fall: Das drittkleinste Budget, 25.000 Einwohner, 5.000 Plätze, insgesamt rund 50 Mitarbeitende über alle Teams hinweg, aber sportlich seit Jahren im oberen Drittel der 3. Liga.

    In Episode 006 sprechen Tim Santen und Misha Verollet-Dahncke mit Matt Beadle, Technical Director des SC Verl, den Oakland Athletics der dritten Liga, über die Frage, die dem Profifußball wehtut: Schießt wirklich nur Geld Tore – oder wird in manchen Clubs einfach nur besser, cleverer, effizienter gearbeitet?

    Matt zeigt uns das Geheimnis hinter dem Erfolg: Kompromisslose Vereinskultur, klare Spiel-DNA und brutale Prozessdisziplin. Und er erklärt, was ein Technical Director in Verl wirklich macht: sportliche Entscheidungen mitprägen, von Kaderplanung über Nachwuchs bis hin zur Frage, wie ein Verein sein will.

    Besonders spannend: Verl baut sein Scouting wie ein Filtersystem. Daten, Dashboard, KI-Support, KPI-Profile je Position, dann Video- und Live-Scouting, dann erst die finale sportliche Entscheidung. Mit wenig Personal ersetzt man keine 400 Scouts. Man muss smarter auswählen. Und keine Kompromisse bei der DNA eingehen.

    Und dann ist da noch das, was viele Clubs unterschätzen: Kultur ist keine Powerpoint. Verl hat Stakeholder an einen Tisch geholt, Maßnahmen daraus abgeleitet (Fan-Integration, Trainingsgelände, Matchday-Erlebnis), und setzt es einfach um. Sogar ein Maskottchen gibt’s jetzt: "Manni", benannt nach einem langjährigen Mitarbeiter.In dieser Episode sprechen wir unter anderem über:
    • Was ein Technical Director wirklich macht und warum diese Rolle mehr "Vereins-Architektur" als Jobtitel ist
    • Moneyball in der 3. Liga: Dashboard, KPIs, Positionsprofile, und warum KI nur dann hilft, wenn es einen Plan gibt
    • Der "Verler Weg": warum Spiel-DNA trainerunabhängig sein kann (und wie man Trainer danach auswählt)
    • Kaderbau über Charakter: warum Diven in Verl meistens nicht funktionieren
    • "Schaufenster" als Modell: warum Spieler nach Verl kommen, und warum Verl den Durchlauf einkalkuliert
    • Stakeholder-Workshop statt Bauchgefühl: wie Strategiearbeit im kleinen Club plötzlich sehr konkret wird (Fan Talk, Events, Maskottchen)
    • Sponsoring ohne operative Einflussnahme: was Beckhoff am SC Verl hält – und warum das System nur mit Rückgrat funktioniert

    Ihr wollt mehr über Matt erfahren? Hier geht's zu seiner Website: mattbeadle.com

    Wenn dich Fußball zwischen Abpfiff und Anpfiff interessiert, abonniere BRACE: Der Fußball Culture & Business Podcast mit Tim Santen und Misha Verollet-Dahncke – und komm mit in die Schnittmenge aus Clubführung, Spielidee, Datenlogik und Kulturarbeit. Du findest uns auf brace.fm, LinkedIn, Instagram oder schreibe uns eine Mail: bracepodcast@proton.me

    BRACE: Der Fußball Culture & Business Podcast von Tim Santen & Misha Verollet-Dahnkce. Mehr auf brace.fm.

    - Impressum: brace.fm/impressum.html -
    Show More Show Less
    59 mins
  • 005: Wie bleiben Clubs relevant in der Ära von Gen Z, Player Brands und TikTok?
    May 27 2026
    “Kulturkampf: Gen Z verändert den Fußball”, “Junge Fans folgen Spielern statt Clubs”, “Keiner schaut mehr 90 Minuten”. Das sind die alarmistischen Headlines vieler Branchen-Reports der letzten Zeit rund um Veränderungen im Fußball. Aber stimmt das wirklich? In Episode 005 fragen wir nüchtern: Ist das ein Kulturkampf oder einfach normaler Strukturwandel im Fandom?

    Tim Santen bespricht mit Co-Host und Markenstratege Misha Verollet-Dahncke die zwei großen Verschiebungen: Fandom wird fluider und Konsum wird fragmentierter. Und wir schauen dahin, wo viele Studien zu kurz greifen: bei der Trennung von Ursache und Wirkung.

    Beispiel “90 Minuten zu lang“: Vielleicht ist nicht die Spielzeit das Problem, sondern die Paywall, hinter der Fußball zunehmend verschwindet. Dazu kommt: Dropout-Phase, Bindungslücken, Third Places, und warum Clubs gerade außerhalb des Stadions wieder Räume schaffen müssen, bevor sie nur noch Formate sind, in denen Spieler stattfinden.

    Aus der Markenbrille destilliert Misha drei Hebel, die keine Raketenwissenschaft sind, aber entscheiden können, ob ein Club langfristig relevant bleibt, gerade jenseits der Champions League: Bedeutung (Story & Identitätsstiftung), Zugehörigkeit (Community & echte Räume) und Verfügbarkeit (Zugang bezahlbar und erlebbar halten).In dieser Episode sprechen wir unter anderem über:
    • Gen Z ist kein Monolith: warum viele „Gen Z“-Thesen zu grob sind
    • Player Brand vs. Club Brand: was Transfers mit Social-Following machen (und was das nicht beweist)
    • FUT als Player-Brand-Booster: warum FIFA Ultimate Team Spielerfokus verstärkt
    • 90 Minuten & Paywall: zu lang oder einfach zu teuer?
    • Bundesliga-Konsum realistischer lesen: Sportschau/TV ist nicht „tot“, auch bei Gen Z nicht
    • Dropout-Phase bis 30: warum Clubs genau hier Bindung verlieren (und was hilft)
    • Third Place Fußball: warum Zugehörigkeit nicht nur digital entsteht
    • Verfügbarkeit als Zukunftsfrage: Stadion, Preise, Public Viewing, Club-Orte – Zugang organisieren
    • Markenarbeit ≠ Logo-Spielerei: warum „Rebrands“ keine Abkürzung sind
    Ausgewählte Quellen, die in der Folge besprochen werden, findest du hier: brace.fm/shownotes/005.html

    Wenn dich Fußball zwischen Abpfiff und Anpfiff interessiert, abonniere BRACE: Der Fußball Culture & Business Podcast mit Tim Santen und Misha Verollet-Dahncke und komm mit in die Schnittmenge aus Fandom, Medienlogik und Markenarbeit. Du findest uns auf brace.fm, LinkedIn, Instagram oder schreibe uns eine Mail: bracepodcast@proton.me

    BRACE: Der Fußball Culture & Business Podcast von Tim Santen & Misha Verollet-Dahnkce. Mehr auf brace.fm.

    - Impressum: brace.fm/impressum.html -
    Show More Show Less
    52 mins
  • 004: Wie viel „Personal Brand“ braucht ein Trainer, Holger Schmidt?
    May 20 2026
    Trainer werden im Profifußball nicht nur nach Ergebnissen bewertet, sondern nach dem Bild, das von ihnen im Umlauf ist: wie sie führen, wie sie erklären, wie sie wirken, wenn’s mal nicht läuft, und ob sie als Typ zur Idee eines Klubs passen. Dieses Bild heißt heute Personal Brand. Und sie entsteht nicht mehr primär in der Tabelle, sondern live. In Statements, Interviews, TV-Runden, Social Media – und Woche für Woche im Presseraum.

    Für Episode 004 von BRACE holen wir uns jemanden rein, der beide Seiten kennt: Holger Schmidt, Medien-, PR- und Kommunikationsberater (LinkedIn). Über 20 Jahre Sportjournalist (SID/DPA), bei (fast) allen WM/EM seit 2002, Olympia inklusive, berät er heute Bundesliga-Trainer und Manager: von Auftritts-Coaching über Alltagsbetreuung bis zu gezielten Platzierungen.

    Wir sprechen darüber, wie man Trainer nicht „umbaut“, sondern eine Rolle authentisch schärft, die später nicht kollabiert. Und wir zeigen, wie Kommunikation in Krisen (Verletztenliste, Niederlagenserie, Becherwurf, rassistische Vorfälle) zur Managementaufgabe wird: Was sagst du? Was lässt du? In welchem Format? Und warum kann eine Vorstellungspressekonferenz – richtig gespielt – das Narrativ für Monate setzen?

    In dieser Episode sprechen Tim Santen und Misha Verollet-Dahncke mit Holger Schmidt unter anderem über:
    • Warum unabhängige Medien für Glaubwürdigkeit und Reichweite unverzichtbar bleiben
    • Wie die Personal Brand zum Erfolgsfaktor für Trainer wird
    • Coaching, Alltagsbetreuung, Platzierung: Holgers Dreiklang in der Trainer-PR
    • Vorstellungs-PK als Pfad-Setter: Kleidung, Setting, Fragen, Fallstricke – und warum „The Normal One“-Momente wirken
    • Weiche Faktoren als Wettbewerbsvorteil: Wenn fachlich alle gut sind, entscheidet der Auftritt
    • Braucht es Pressekonferenzen noch – und wofür sind sie (nicht) gut?
    Wenn dich Fußball zwischen Abpfiff und Anpfiff interessiert, abonniere BRACE: Der Fußball Culture & Business Podcast mit Tim Santen und Misha Verollet-Dahncke – und komm mit in die Schnittmenge aus Medien, Macht und Markenbildung im Profifußball.

    Du findest uns auf brace.fm, LinkedIn und Instagram oder schreibe uns eine Mail: bracepodcast@proton.me

    Keywords: Fußball, Trainerkommunikation, Personal Brand, Pressekonferenz, Medienarbeit, PR im Fußball, Krisenkommunikation, Vorstellungspressekonferenz, Platzierung, Sportjournalismus, Vereins-TV, Reichweite, Reputation, Management, Bundesliga

    BRACE: Der Fußball Culture & Business Podcast von Tim Santen & Misha Verollet-Dahnkce. Mehr auf brace.fm.

    - Impressum: brace.fm/impressum.html -
    Show More Show Less
    56 mins
  • 003: Pressekonferenzen: Lästige Pflicht, Kultfaktor oder mehr denn je relevantes Brand Building?
    May 13 2026
    Früher war die Pressekonferenz – kurz: PK – ein Pflichttermin: drei Fragen, zwei Phrasen, ein genervter Coach. Heute ist die PK Popkultur: weil jede Aussage sofort Clip wird, Meme wird, Marke wird. Was früher ein journalistisches Format war, ist längst Identität in Echtzeit. Und damit zu wertvoll, um das Ganze dem Zufall zu überlassen.

    In Episode 003 von BRACE gehen Tim Santen und Misha Verollet-Dahncke dahin, wo Fußball medial Fahrt aufnimmt zwischen Abpfiff und Anpfiff: im Kommunikations-Epizentrum. Tim führt uns durch seinen früheren Job als Leiter Medien & Kommunikation bei Arminia Bielefeld und erklärt, warum Spieltags-PKs nicht „nice to have“, sondern Teil der Mitwirkungspflichten sind: TV- und Hörfunkrechteinhaber zahlen Milliarden und bekommen dafür planbare O-Töne, Bilder, Rituale. PKs sind damit nicht nur Fußball-PR, sondern Teil des Produkts Bundesliga.

    Und dann wird’s spannend: Wenn die PK ein Rechteprodukt ist, ist sie automatisch auch eine Bühne. Vereine streamen auf YouTube, bauen Settings, inszenieren sich. Die PK liefert die Schlagzeilen, aber die Steuerung passiert oft davor und danach.

    Wir sprechen darüber, wie viel Agenda-Setting in einer PK steckt, warum Clubs ein journalistisches Format bewusst nutzen, und wie schnell aus Kommunikation Brandbuilding wird: vom „Käsebrötchen“-Moment bis zum Merch-Game auf dem Podium, inkl. „La Familia“-Pulli als Botschaft und Verkaufsfläche zugleich.

    Und wir zoomen raus: Trainer-Vorstellungen als Hochrisiko-Formate – weil ein einziger Satz („I’m the normal one“) reichen kann, um eine ganze Ära zu rahmen.

    In dieser Episode unter anderem:
    • Mitwirkungspflichten & Medienrechte: warum PKs Pflicht sind – und für wen
    • PK als Inszenierung: Stream, Setting, „Signal“ für die Vorberichterstattung
    • Agenda-Setting: wenn ein Thema „eigentlich“ nicht zum Spieltag gehört
    • Journalistisches Format vs. Club-PR: warum sich manche Medien an der Vereins-Inszenierung reiben
    • Brandbuilding auf dem Podium: „Käsebrötchen“, Merch-Drops, Botschaften statt Zufall
    • Trainer-Vorstellungen: warum diese PKs für Verein und Coach besonders brisant sind
    • Der Satz, der bleibt: „I’m the normal one“ als Markenpositionierung in einem Atemzug
    Wenn dich Fußball zwischen Abpfiff und Anpfiff interessiert, abonniere BRACE: Der Fußball Culture & Business Podcast mit Tim Santen und Misha Verollet-Dahncke – und komm mit in die Schnittmenge aus Medienlogik, Markenführung und dem, was Fans am Ende wirklich spüren.

    Du findest uns auf brace.fm, LinkedIn, Instagram und Blue Sky und kannst uns via bracepodcast@proton.me eine Mail schreiben.

    Keywords: Fußball, Pressekonferenz, PK, Medienrechte, Mitwirkungspflichten, Bundesliga, DFL, Sportkommunikation, Pressesprecher, Agenda-Setting, Krisenkommunikation, ClubTV, YouTube, Inszenierung, Brandbuilding, Merch, Fanartikel, Trainer-Vorstellung, Jürgen Klopp, „I’m the normal one“, Popkultur, Meme.

    BRACE: Der Fußball Culture & Business Podcast von Tim Santen & Misha Verollet-Dahnkce. Mehr auf brace.fm.

    - Impressum: brace.fm/impressum.html -
    Show More Show Less
    44 mins