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Die Produktwerker

Die Produktwerker

By: Tim Klein Dominique Winter Oliver Winter
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About this listen

Im Podcast der Produktwerker besprechen wir Themen rund um die Rolle des Product Owners. Dazu tauschen wir uns nicht nur untereinander aus, sondern sprechen auch mit interessanten Gesprächspartnern aus allen möglichen Themenbereichen von Product Ownern. Die Produktwerker sind Tim Klein (@produktwerkCGN), Oliver Winter (@oliwin) und Dominique Winter (@designik). Als Experten für Produktentwicklungen haben wir uns in der agilen Community Kölns kennen und schätzen gelernt. Wir drei wollen die Kompetenz von Product Ownern und Produktorganisationen fördern, bessere Produkte und Services zu entwickeln. Wir freuen uns über Euer Feedback auf produktwerker.de, per Mail an podcast@produktwerker.de oder via Twitter an @produktwerker.Tim Klein, Dominique Winter, Oliver Winter Career Success Economics Management Management & Leadership
Episodes
  • Fitness Test für Produktorganisationen
    Mar 30 2026
    In dieser Folge des Produktwerker Podcasts ist Sandra Hinz von den Value Rebels zu Gast bei Tim. Die beiden sprechen über den Fitness Test für Produktorganisationen und stellen damit eine Frage, die viele Teams selten ehrlich beantworten: "Wie gut ist die eigene Organisation wirklich darin, digitale Produkte zu entwickeln, die Wirkung entfalten?" Dabei geht es nicht um Methoden oder einzelne Tools, sondern um das Zusammenspiel von Verantwortung, Struktur und Haltung. Sandra Hinz bringt ihre Erfahrung aus Beratung, Produktmanagement, Coaching und Organisationsentwicklung ein und zeigt, dass Produktarbeit nur dann stark wird, wenn sie im richtigen Organisations- und Führungsumfeld stattfindet. Der Fitness Test für Produktorganisationen dient dabei als Spiegel, der sichtbar macht, wo Organisationen sich selbst ausbremsen, ohne dass es ihnen bewusst ist. Im Kern entstand der Fitness Test für Produktorganisationen aus der praktischen Arbeit mit Unternehmen. Er hilft dabei, ein gemeinsames Verständnis zu entwickeln, wo eine Organisation heute steht und welche Bereiche gezielt gestärkt werden sollten. Statt alles gleichzeitig verändern zu wollen, geht es darum, Schwerpunkte zu setzen und Schritt für Schritt bzw. gezielt an den Stellen zu arbeiten, die den größten Unterschied machen. Oft zeigt sich dabei, dass nicht fehlende Methoden das Problem sind, sondern unklare Verantwortlichkeiten, schwaches Leadership oder fehlende Verbindung zwischen Produktarbeit und Geschäftserfolg. Besonders prägend ist die Frage, ob Produktteams als Cost Center oder als Profit Center verstanden werden, denn diese Sicht beeinflusst maßgeblich, wie Entscheidungen getroffen werden und welchen Stellenwert Produkt und Technologie im Unternehmen haben. Der Fitness Test für Produktorganisationen eröffnet auch eine ehrliche Auseinandersetzung mit Themen wie Teamzuschnitt, Entscheidungsfreiheit und dem Umgang mit Talenten. Teams können nur dann Verantwortung übernehmen, wenn sie echte End-to-End Verantwortung tragen und nicht von anderen Bereichen abhängig sind. Gleichzeitig braucht es Führung, die Orientierung gibt und Entscheidungen nicht zentralisiert, sondern bewusst verteilt. In vielen Organisationen zeigt sich hier eine Lücke zwischen Anspruch und Realität. Genau dort setzt der Test an, indem er hilft, Unterschiede in der Wahrnehmung sichtbar zu machen und Gespräche anzustoßen, die sonst oft vermieden werden. Wer den Fitness Test für Produktorganisationen nutzt, schafft damit eine Grundlage für gezielte Weiterentwicklung und stärkt die Fähigkeit, Produkte zu bauen, die nicht nur liefern, sondern echten Nutzen erzeugen. Eine detailliertere Darstellung über den Product Organization Fitness Test findet ihr auf aluerebels.com. Wer direkt mal selber den Fitness Test machen möchte, kann hier direkt loslegen: (https://productorgfitnesstestvaluerebels.scoreapp.com/) Das Thema dieser Episode steht in engem Kontakt zum Product Ownership Context Canvas, den Tim Klein und Oliver Winter in 2018 entwickelt haben. Mehr Infos darüber gibt es in unserer Podcast-Episode "Welche Aufgaben gehören zur Product Owner Rolle? Product Ownership Context Canvas (POCC)". Wenn ihr direkt mit Sandra in Kontakt treten wollt oder noch weitere Fragen habt, erreicht ihr Sandra Hinz am besten über ihr LinkedIn-Profil oder per Mail (sandra@valuerebels.com). Ist dein Unternehmen fit für moderne Produktentwicklung? Hältst du den Fitness Test für Produktorganisationen für eine sinnvolle Idee? Oder würdest du sogar sagen, dass wichtige Fragen im Test fehlen? Teile deine Gedanken doch mit uns und der Community auf LinkedIn oder unter diesem Blogpost! Lass uns gemeinsam dafür sorgen, dass Organisationen fit werden in der Entwicklung digitaler Organisationen!
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    49 mins
  • Was macht der AI Hype mit der digitalen Produktlandschaft
    Mar 23 2026
    Tim und Dominique sprechen in dieser Folge darüber, was der aktuelle AI Hype mit der digitalen Produktlandschaft macht und warum sich gerade grundlegend verschiebt, worauf es in der Produktentwicklung ankommt. Der AI Hype sorgt dafür, dass sich digitale Produkte immer einfacher und schneller bauen lassen. Was früher viel Zeit, Budget und eingespielte Teams brauchte, kann heute in kurzer Zeit umgesetzt werden. Dadurch sinkt die Hürde, überhaupt ein Produkt zu entwickeln, spürbar und mit ihr verändert sich auch der Wettbewerb. Damit verschiebt sich die eigentliche Herausforderung. Wenn Delivery kein Engpass mehr ist, verliert reiner Output an Bedeutung. Entscheidend ist dann, ob ein Produkt im Alltag der Nutzer wirklich etwas verbessert. Der AI Hype führt also nicht automatisch zu besseren Produkten, sondern vor allem zu mehr Produkten. Für Nutzer wird das unmittelbar spürbar. Sie treffen immer häufiger auf Lösungen, die noch nicht ausgereift sind, auf unfertige Funktionen, unausgereifte Konzepte und Produkte, die sich laufend verändern. Was aus Unternehmenssicht schnelles Lernen bedeutet, fühlt sich aus Nutzersicht oft nach zusätzlicher Arbeit an. Produkte entstehen heute über Nacht und können morgen schon wieder anders aussehen. Das erschwert Orientierung und macht Gewohnheiten instabil. Gleichzeitig wächst der Konkurrenzdruck auf Anbieter. Wenn immer mehr Menschen Produkte bauen können, steigt das Angebot in nahezu allen Bereichen. Für Nutzer bedeutet das mehr Auswahl, aber auch mehr Aufwand bei der Entscheidung. Für Anbieter wird es schwieriger, überhaupt noch wahrgenommen zu werden. In diesem Umfeld gewinnt Vertrauen stark an Bedeutung. Produkte, die verlässlich funktionieren und konsistente Erlebnisse bieten, heben sich deutlicher ab als solche, die nur mit neuen Features auffallen. Gerade bei zentralen Funktionen führt ständige Veränderung schnell zu Unsicherheit. Menschen wollen sich auf Werkzeuge verlassen können, besonders wenn sie diese regelmäßig nutzen. Ein Produkt, das Vertrauen aufbaut, bleibt eher bestehen als eines, das nur kurzfristig Aufmerksamkeit erzeugt. Zugleich eröffnet der AI Hype auch eine Chance im Umgang mit Komplexität. Wenn Features schneller gebaut werden können, lassen sie sich auch leichter wieder entfernen. Statt Produkte immer weiter auszubauen, können Teams gezielt reduzieren und die Nutzung vereinfachen. Das schafft Klarheit und entlastet Nutzer. Auch das Verhalten der Nutzer verändert sich bereits. Viele testen neue Tools vorsichtiger, bleiben kürzer und hinterfragen Abo-Modelle kritischer. Empfehlungen aus dem eigenen Umfeld gewinnen an Gewicht. Für Produktmenschen entsteht daraus eine klare Aufgabe: Es reicht nicht mehr, schnell zu liefern. Es geht darum, Wirkung bewusst zu gestalten, Vertrauen aufzubauen und Produkte zu entwickeln, die auch in einem dynamischen Umfeld bestehen. Nicht die Geschwindigkeit entscheidet, sondern die Fähigkeit, echten Nutzen zu schaffen und langfristig relevant zu bleiben. Im Gespräch wurde auf ein paar andere Folgen verwiesen: - Ist Vibe Coding relevant für die Produktentwicklung? (https://produktwerker.de/ist-vibe-coding-relevant-fuer-die-produktentwicklung/) - Mit "Jobs to Be Done"-Interviews zum besseren Kundenverständnis (JTDB) (https://produktwerker.de/jobs-to-be-done/) - Gedankenaustausch: Was kommt nach UX? (https://produktwerker.de/gedankenaustausch-was-kommt-nach-ux/) - Das Problem mit dem Minimal Viable Product (MVP) (https://produktwerker.de/das-problem-mit-dem-minimal-viable-product/) - Features wegwerfen - was braucht es dafür außer Mut? (https://produktwerker.de/features-wegwerfen/)
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    49 mins
  • Wie AI die Produktentwicklung im Corporate-Umfeld verändert
    Mar 16 2026
    Dominik Rose spricht in dieser Podcastfolge mit Tim über AI in der Produktentwicklung und darüber, wie sich der Alltag von Produktteams verändert, wenn moderne AI Werkzeuge auf die Realität eines großen Corporate Umfelds treffen. Dominik ist Senior Vice President Product bei LeanIX, einem Unternehmen aus Bonn, das inzwischen Teil von SAP ist und Software für Enterprise Architecture Management entwickelt. Gemeinsam schauen sie auf konkrete KI-Erfahrungen aus der Praxis und darauf, wie AI die Produktentwicklung in großen Organisationen tatsächlich beeinflusst. AI in der Produktentwicklung wirkt in vielen Diskussionen wie ein Thema aus der Startup Welt. Doch auch im Corporate Umfeld verändert sich gerade sehr viel. Bei SAP LeanIX zeigt sich das in der täglichen Arbeit von Produktmanagement, UX und Engineering. Neue Werkzeuge und Modelle verändern, wie Software entsteht und wie Teams zusammenarbeiten. Entwickler nutzen zunehmend AI Unterstützung beim Schreiben, Prüfen und Verbessern von Code. Ein großer Teil der Pull Requests wird bereits durch AI Systeme begleitet. Das führt dazu, dass Delivery deutlich schneller wird und sich die Erwartungen an Teams verändern. Diese Entwicklung hat spürbare Auswirkungen auf die Rollen in der Produktentwicklung. Wenn Software schneller entsteht, verschiebt sich der Fokus stärker auf Problemverständnis, Kundennähe und Produktentscheidungen. Gerade im Corporate Kontext bleibt Continuous Discovery deshalb ein zentraler Bestandteil guter Produktarbeit. Produktmanager und Designer arbeiten weiterhin eng mit Kunden zusammen, sammeln Feedback und bringen diese Erkenntnisse direkt in die Weiterentwicklung des Produkts ein. AI in der Produktentwicklung beschleunigt vieles, ersetzt aber nicht das Verständnis für Kundenprobleme. Gleichzeitig verändert AI auch die Art, wie Produktteams Ideen ausprobieren. Prototypen entstehen heute deutlich schneller. Teams können Konzepte direkt visualisieren und gemeinsam mit Kunden weiterentwickeln. Das führt zu einer engeren Verbindung zwischen Discovery und Delivery. Feedback fließt schneller zurück ins Team und Entscheidungen lassen sich auf einer deutlich besseren Grundlage treffen. Auch auf Produktebene stellt AI Unternehmen vor neue Fragen. Kunden erwarten zunehmend intelligente Funktionen und neue Interaktionsmöglichkeiten. Gleichzeitig darf der eigentliche Kern eines Produkts nicht verloren gehen. Für Unternehmen wie LeanIX bedeutet das, AI gezielt dort einzusetzen, wo sie echten Mehrwert für Nutzer schafft, statt lediglich neue Funktionen zu ergänzen, weil die Technologie verfügbar ist. Besonders deutlich wird der Wandel beim Blick auf den Markt. AI in der Produktentwicklung verändert nicht nur interne Arbeitsweisen, sondern auch Wettbewerbslandschaften. Neue Anbieter tauchen auf, Kategorien verschieben sich und bisherige Marktlogiken werden aufgebrochen. Produktteams müssen deshalb genauer beobachten, wie sich Kundenbedürfnisse entwickeln und welche Probleme in Zukunft wirklich relevant bleiben. Gerade im Corporate Umfeld entsteht dabei eine besondere Spannung. Einerseits verlangen Governance, Sicherheit und Prozesse nach Stabilität. Andererseits entwickeln sich AI Technologien in rasantem Tempo weiter. Organisationen müssen lernen, beides miteinander zu verbinden. Teams brauchen Raum zum Experimentieren und gleichzeitig klare Rahmenbedingungen, die den Einsatz neuer Technologien verantwortungsvoll ermöglichen. Am Ende bleibt eine Erkenntnis besonders wichtig: AI in der Produktentwicklung macht viele Dinge schneller und leichter zugänglich. Auch in einem Corporate-Umfeld. Der eigentliche Kern erfolgreicher Produktarbeit bleibt jedoch unverändert. Produktmenschen müssen ihre Kunden verstehen, Märkte beobachten und Entscheidungen treffen, die langfristig Wirkung entfalten. Wer sich aktiv mit den neuen Möglichkeiten beschäftigt und gleichzeitig nah an den echten Problemen der Nutzer bleibt, hat in dieser Phase eine große Chance, bessere Produkte zu bauen.
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    50 mins
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