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Radikal Arbeiten

Radikal Arbeiten

By: Markus Väth und Romy Kopsch
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Arbeit soll möglichst sinnvoll und wirksam sein – und nicht krank machen. Trotzdem erleben viele Menschen ihren Job als belastend, widersprüchlich oder unproduktiv. Dieser Podcast geht der Frage nach, wie ein anderes Arbeiten möglich wird. Radikal Arbeiten steht für einen Ansatz, der Arbeit von Grund auf neu denkt: weniger Fake Work, weniger Angst, mehr Klarheit, Verantwortung und Entfaltung. Ausgehend vom Buch „Radikal Arbeiten“ von Markus Väth verbindet der Podcast kritische Analyse mit konkreten Denk- und Handlungsimpulsen für deinen Arbeitsalltag.Markus Väth und Romy Kopsch Career Success Economics
Episodes
  • #61 Gegensätze oder Zwillinge? Warum Effizienz nicht ohne Resilienz funktioniert
    Jun 15 2026

    In dieser Episode beleuchtet Markus Väth einen fundamentalen, durch globale Krisen und den unklaren Einsatz von KI verschärften Konflikt: Unternehmen versuchen verzweifelt, Effizienz (die richtigen Aufgaben unter Druck erledigen) und Resilienz (die Widerstandsfähigkeit der verbleibenden Belegschaft) auszutarieren. Laut Väth wird das Problem fälschlicherweise oft auf das Individuum abgewälzt. Seine Lösung ist eine „Doppelklammer“ – der sogenannte dynamische Puls –, der Effizienz und Resilienz sowohl auf menschlicher als auch auf organisationaler Ebene verknüpft.

    Dies gelingt über vier Kernprinzipien:

    1. Prinzipien statt Regeln, um den Handlungsspielraum der Mitarbeiter zu wahren.

    2. Subsidiarität (Autonomie von unten), was bedeutet, Entscheidungen dort zu treffen, wo die Kompetenz sitzt (z.B. an der Kundenfront), anstatt im bürokratischen Klein-Klein zu versinken.

    3. Arbeiten mit Lernschleifen, was eine echte Fehlerkultur abseits ritueller Selbstbeweihräucherung verlangt.

    4. Radikale Führung, die auf Vertrauensvorschuss, wissenschaftlich validen HR-Instrumenten und einem erwachsenen Menschenbild basiert.

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    31 mins
  • #60 Die Zufriedenheitsfalle: Warum glückliche Mitarbeiter nicht automatisch Gas geben
    Jun 8 2026

    In dieser Episode hinterfragt Romy Kopsch die gängige Praxis, in Unternehmen primär die Mitarbeiterzufriedenheit zu messen, da man auch „zufrieden sein und sich vor der Arbeit drücken“ kann. Markus Väth schlüsselt daraufhin den klassischen Motivations-Mix auf: Neben intrinsischen und extrinsischen Faktoren betont er die oft vernachlässigte Gestaltung der Arbeitsbedingungen (wie funktionierende IT oder intakte Sozialräume). Sie kommen zu dem Schluss, dass Motivation häufig aus einer konstruktiven Unzufriedenheit entsteht. Der entscheidende „Übertragungsriemen“ in die Praxis ist dabei das soziale Gefüge: Menschen leisten und verändern Dinge primär für ihr direktes Team, weshalb rein abstrakte, organisationsweite „Purpose-Kampagnen“ oder starre Zufriedenheitsbefragungen ohne echten Dialog oft verpuffen.

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    29 mins
  • #59 Raus aus der Weisungsgebundenheit: Ein radikaler Vorschlag für die Personalfunktion
    Jun 1 2026

    In dieser Episode greift Markus Väth einen Impuls auf, den er kürzlich bei einem Vortrag in Stuttgart vorgestellt hat. Ausgelöst durch Beobachtungen wie der kompletten Schließung der HR-Abteilung beim Fahrdienstleister Bolt, hinterfragt er die traditionelle Rolle von HR im Unternehmen. Seine These: HR kann das fundamentale Dilemma zwischen dem Menschen als Zweck an sich (Wertrationalität) und dem Menschen als bloße Funktion (Zweckrationalität) nur dann unabhängig und auf Augenhöhe lösen, wenn die Abteilung von außen – etwa durch Aufsichtsräte oder Stiftungen – finanziert wird, um so strategische Durchsetzungskraft zu gewinnen.

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    24 mins
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