• Nicht die Nerven wegschmeißen. ATX unter Druck.
    Apr 1 2026
    Wie reagiert der ATX auf Krieg, Ölpreisschock und Inflationsangst? Fritz Mostböck, Head of Group Research der Erste Group Bank AG, sieht vor allem die Unsicherheit als größten Belastungsfaktor. Ende März stand der ATX bei rund 5.344 Punkten und lag damit im Monatsvergleich etwa 7 % im Minus. Gleichzeitig zeigt sich eine harte Trennung am Markt: Energiewerte wie OMV oder SBO profitieren, während konsumnahe und zyklische Geschäftsmodelle stärker unter Druck geraten. Die Inflation in Österreich sprang laut Schnellschätzung im März auf 3,1 % nach 2,2 % im Februar. Mostböck warnt vor einer möglichen zweiten Inflationswelle, falls der Konflikt länger dauert. Sein Rat an Privatanleger: keine Panik, nicht nur auf den Heimmarkt setzen, breit streuen, Fonds nutzen und Gold allenfalls mit 5 bis 10 % beimischen.
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  • Aktienmarktstratege Manuel Schleifer: "Der Markt kann länger irrational bleiben als man selbst liquide"
    Mar 25 2026
    "Wenn es jetzt keine großen externen Schocks gibt, dann läuft das Momentum sehr gut weiter." Einzig die Energiekrise macht den Markt nervös, so Aktienmarktstratege Manuel Schleifer (Raiffeisen Bank International). "Manchmal ist es besser, nichts zu tun", denn "die gesamte Trump-Administration hat sich verpokert". "Niemand kann die Folgen für die Realwirtschaft abschätzen. Die Börsen sind Hardcore-Kapitalisten, die wollen einfach günstige Energie haben." Schleifer glaubt an die selbstheilenden Kräfte des Marktes und der Unternehmen, sieht aber ein Zeitproblem. "Das Ganze kann in sechs Monaten komplett ausgepreist sein, aber bis dahin könnte es schmerzhaft werden. Der Markt bleibt länger irrational als man selbst liquide. Diese Phase muss ich als Anleger (auch vor dem Hintergrund eines möglichen US-Insiderhandels) bestmöglich managen." Zum Thema KI erklärt der Aktienmarktstratege: "Man kann fast sagen, dass US-Big-Tech fast so ein bisschen den Charakter eines sicheren Hafens hat." Gleichwohl gibt es in diesem Sektor auch einige Verlierer.
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    17 mins
  • Fondsmanager Wolfgang Matejka: "Unser Verbündeter ist der Kapitalmarkt"
    Mar 24 2026
    In Zeiten geopolitischer Unsicherheiten, Krisen und Kriege setzen Anleger auf die Achse der Börse: "Unser Verbündeter ist der Kapitalmarkt an sich." Nur Iran kann den Konflikt beenden, an eine Palastrevolution glaubt Fondsmanager Wolfgang Matejka nicht. Die Verbraucher leiden indessen unter den hohen Preisen für Öl, Gas, Benzin und Strom. Deshalb betont Matejka die Sensibilität der Märkte und die Notwendigkeit strategischer Investitionen in Erneuerbare Energien, auch wenn er das Abschalten der Kernkraftwerke in Deutschland als "blödsinnig" bezeichnet. Die Staatsverschuldung steigt, insbesondere in den USA. "Mehr als 10 Billionen US-Dollar müssen heuer refinanziert werden, und das wird die Fed alleine nicht stemmen können." Darüber hinaus warnt Matejka vor einem "Glaubwürdigkeitsverlust" im Finanzuniversum.
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    16 mins
  • Index Mieten langfristig sehr gefaehrliche Entwicklung - Vom Immobilien-Traum zum Alptraum
    Mar 23 2026
    Vom Immobilien-Traum zum Alptraum: die politische Index-Mieten-Lage inklusive Steuern in Österreich lockt Anleger derzeit kaum zum Investment und ist "alles andere als sexy", so Manfred Pammer (CEO ATHOS Immobilien AG), der von einem "Verschlechterungspaket" spricht. Die Betriebskosten kann man weitergeben, den Hauptmietzins aber nur noch gedeckelt erhöhen. "Langfristig eine sehr bedenkliche und gefährliche Entwicklung", die ATHOS zu einem Sparkurs ohne neue Immobilienprojekte zwingt. Im vergangenen Jahr bestanden die Umsatzerlöse "maßgeblich" aus Netto-Mieterträgen. Wichtige Kundengruppen sind also in erster Linie Wohnungsmieter, daneben auch kleinere Gewerbemieter. Der Umsatz belief sich auf 9,01 Mio. Euro, das Netto-Ergebnis lag bei 0,2 Mio. nach 0,34 vor einem Jahr (-42 %). Die Dividende bleibt unangetastet.
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  • In die Märkte, fertig, los! Manuel Kurz: "Die Wiener Börse bietet die Zuverlässigkeit, die alle Anleger suchen"
    Mar 18 2026
    "Ein Börsengeschäft kommt dann zustande, wenn Angebot und Nachfrage sich treffen." So erklärt es Manuel Kurz von der Wiener Börse auf dem Börsentag. Im Interview erklärt er die Rolle von Geduld und kühlem Kopf sowie verschiedene Ordertypen wie Market und Limit Orders. Darüber hinaus geht er auf die Begriffe Stopp-Orders und Orderbuch ein. Den Börsenplatz Wien beschreibt er als "transparent" und "sicher": "Alle Anleger suchen Zuverlässigkeit, und die Wiener Börse bietet diese." Anfängern rät er vor dem Start zur Finanzbildung. "Und man sollte nie auf den perfekten Aus- oder Einstiegszeitpunkt warten, sondern laufend und langfristig investieren."
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  • Endstation Darknet? Cybercrime-Experte Philipp Genduth: "Die beste Munition der Betrüger ist das Schweigen der Opfer"
    Mar 17 2026
    Anlagebetrug und Cyperkriminalität: Endstation Darknet. "Besser stets dem Bauchgefühl vertrauen. Auch die Finanzbildung schützt vor den Schleppnetzen der Internet-Betrüger." Philipp Genduth ist Polizist und Mitgründer von finanzenverstehen.at. Die Gier trifft nicht selten auf Gefahr. Oft sind auf diversen Fake-Plattformen am Ende nicht nur die investierten Gelder futsch, sondern auch die Daten, die man preisgegeben hat. Genduth vermutet unter den Opfern eine hohe Dunkelziffer, da die Scham überwiegt. Vieles wird nicht zur Anzeige gebracht. Das Schweigen sei jedoch die "beste Munition der Betrüger", warnt er. "Ich selbst bin 2013 auch einmal auf einen Krypto-Scam reingefallen", so Genduth im Rahmen des Wiener Börsentags.
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    23 mins
  • Gute Zeiten - coole Zeiten - UNIQA CEO Brandstetter meldet starkes Jahr 2025
    Mar 13 2026
    Gute Zeiten - coole Zeiten bei UNIQA. CEO Andreas Brandstetter meldet starke Zahlen für 2025. Prämien plus 8 %, Gewinn plus 22 %, Dividende rauf auf 72 Cent. Das Kerngeschäft läuft profitabel wie nie. Gleichzeitig investiert der Versicherer massiv in Digitalisierung, KI und Gesundheitsangebote. Trotz geopolitischer Krisen bleibt Brandstetter optimistisch und sieht gerade jetzt Chancen für Versicherer.
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    13 mins
  • ... und immer steigt die Dividende - VIG-CFO Hirner: Rekordergebnis über 1 Mrd. Euro
    Mar 12 2026
    Rekordjahr für die Vienna Insurance Group: Zum ersten Mal über 1 Mrd. Euro Ergebnis vor Steuern. CFO und CRO Liane Hirner erklärt die Treiber hinter dem starken Wachstum. Bessere technische Ergebnisse, höhere Kapitalerträge und geringere Unwetterschäden stärken den Konzern. Dazu kommt eine strategische Expansion: Die Übernahme der Nürnberger Versicherung soll die Position im deutschen Markt ausbauen. Gleichzeitig bleibt die VIG konservativ aufgestellt - ohne Exposure im Iran und mit Fokus auf stabile Kapitalanlagen.
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    16 mins